Die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist ein Symptomkomplex unterschiedlichster Ausprägung auf Grund einer Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer bedingt durch Störungen in der Funktion der Zähne, der Kiefergelenke oder der Kiefermuskulatur.
Das Wort craniomandibulär lässt sich ableiten von "Cranium" (Schädel), "Mandibula" (Unterkiefer) und "Dysfunktion" (Fehlfunktion).
Da die Muskeln des Kausystems über Funktionsketten mit der Wirbelsäulenmuskulatur in Verbindung stehen, gehen die CMD -Symptome häufig über den Bereich des Kopfes hinaus. Auch Nacken-/Schulterverspannungen, Blockierung der Halswirbelsäule oder ein Beckenschiefstand kann eine Dysfunktion begünstigen.
Die Craniosacrale Therapie bietet die Möglichkeit, diese Fehlfunktionen zu behandeln, so das sich Symptome auflösen oder bessern können. Dabei wird sehr sanft direkt am Schädel und Kieferbereich oder anderen Bereichen des Körpers gearbeitet. Gelenkfehlstellungen und Spannungen im gesamten Muskelsystem werden gelöst. Oft verspürt der Klient sofort nach der Behandlung eine Erleichterung.
Die craniosacrale Therapie kann auch eine zahnärztliche Behandlung unterstützen und verbessern indem sie Gewebespannung und Fehlhaltungen beseitigt und Angst und Panikgefühle therapeutisch begleitet. Schmerzen können sich verringern und die Wundheilung beschleunigen.
Kinder und Erwachsene können von der Anwendung in unterschiedlicher Ausprägung profitieren. So kann eine Zahn-Kieferkorrektur bei Kindern durch die gleichzeitige Anwendung der craniosacralen Therapie verkürzt werden..
Besonders ängstliche oder traumatisierte Patienten erfahren durch die Somatic Experiencing ã (somatische Traumatherapie) zusätzlich hilfreiche Unterstützung. Somit kann schon im Vorfeld eine stressfreie Behandlung erarbeitet werden und körperliche Symptome können sich auf Grund einer hohen Erregung des Nervensystems reduzieren.